Interview for the European Bridal Week exhibition

Sonntag, 25. März 2018

Interview for the European Bridal Week exhibition

1. Was ist für Sie während des Ausmusterns von neuen Kleidern besonders wichtig? Was ist Ihre Markenmission?

Auf dem Hochzeitsmarkt gibt es sehr viele gute Designer und viele Marken begeistern uns, aber wir haben unsere besondere Mission - wir wollen für die allermeisten bezahlbaren Designerkleider herstellen. Der Hauptziel der Domenico Rossi ist nicht die einfache Verwirklichung eigener Designideen, sondern, in erster Linie, die Schaffung eines wettbewerbsfähigen Produktes: die Kleider mit einem idealen Preis-Leistung-Verhältnis. Die Tatsache, dass es uns wieder gelang, alle Kleider der neuen Kollektion mit einem Preis unter 300 Euro herzustellen, macht uns glücklich.

2. Wie werden die neuen Kollektionen erarbeitet?

Unsere Kunden stammen aus verschiedenen Ländern. Wenn neue Kleider hergestellt werden, denken wir nicht nur als Designer, sondern auch als Marktforscher. Die Kleider, die unseren Italienischen oder Französischen Kunden begeistern, können kaum den Besitzern der Österreicheschen und Deutschen Salons gefallen. Deshalb halten wir uns an die Regel 40/40/20. 40 % - das sind die klassischen mittleren bauschigen Korsettkleider aus traditionellen Stoffen: weicher Gaze, Spitze, Seide. Diese sind die Kleider, die immer stark im Trend liegen, die von Mutter zu Tochter vererbt sein könnten. Hier liegen wir viel Wert auf die Verfeinerung des Korsettzuschnittes, damit die Kleider gut für die Brautfigur tun. Andere 40 % der Kleider sind für die mutigen Bräute gemacht. Meistens sind es die aktuellen Modetendenzen. Die übrigen 20 % sind die Kleider, die in der laufenden Saison am besten verkauft werden. Da die Hochzeitsmode sich nicht rasant ändert, bleiben die Bestseller für die nächste Saison auch unberührt.

3. Welche Stoffe und Farben werden Ihre Meinung nach im diesen Saison aktuell?

Im neuen Jahr bleiben die pudrigen Farben populär aber der neue rauchgraue Farbton, der für die Kleiderausrüstung heraus gebraucht wird, ergänzt sie. Und, natürlich, die klassischen Farben, wie Weiß und Ivory, die noch lange aktuell sein werden.

4. Werden die sozialen Netze für die Einführung Ihres Produktes ausgenutzt?

Wir verkaufen unsere Kleider nur im Großhandel, deshalb ist es uns wichtig sie den Salonbesitzern direkt zu präsentieren. Wir bemühen uns an den großen, internationalen, sowie die regionalen Ausstellungen teilzunehmen. Die Kunden, die das Preis-Leistung-Verhältnis unserer Kleider erleben, möchten mit uns eine Kooperation eingehen. Schöne Bilder und Newsletter ohne persönliches Dasein sind für uns von geringer Bedeutung. Weiterhin sind wir ein junges Unternehmen, welches auf den Ausbau seiner Marktpräsenz fokussiert ist.

5. Haben sich die Präferenzen der Bräute in den letzten 5 Jahren geändert?

Es gibt sehr stabile Märkte, in welchen die Bräute die traditionellen Modelle der Hochzeitskleider wählen, und erfahrungsgemäß gehört Deutschland dazu. Hier gab es in der letzten Zeit wenige Veränderungen: klassische, gerade Silhouette und qualitätsvolle Spitze sind immer beliebt. Die „sensibelsten“ Länder bezüglich der neuen trendigen Hochzeitslinien sind die Slowakei, Tschechien und Italien. Sie begeistern sich für ungewöhnliche Farbtöne und semitransparente Korsetten.

6. Was würden Sie den Kleinhändlern raten damit sie konkurrenzfähiger sind als die andere?

Hier ist die Reaktionsgeschwindigkeit wichtig, deshalb wäre es für die Salons gut, mindestens einen Lieferanten mit einem eigenen Lager in der Liste zu haben. Wenn in Ihrem Salon eine Braut sich befindet und möchte ein Kleid kaufen, aber das gewünschte Fasson/Große gerade nicht zur Verfügung steht, ist das wichtigste hier das Kleid innerhalb einer kurzen Zeit anzuliefern.

7. Der plus-size Markt scheint ein wachstumsstarkes Phänomen zu sein. Sehen Sie es als Signal an, um die Größenreihe Ihrer Kleider zu erweitern?

Das ist eine interessante Frage. Wir glauben, dass dieser Markt überhaupt nicht wachsen wird. Aktuell versuchen die meisten ein gesundes Leben zu führen, deshalb wird in einigen Ländern die durchschnittliche Große der gekauften Kleider sogar kleiner. Zugleich ist zu bemerken, dass die Auswahl der „passenden“ Kleider innerhalb des Hochzeitsmarktes sich verringert. Designer bevorzugen jetzt leichte Stoffe und semitransparente Korsetten; diese sind für die Bräute nicht wirklich nützlich und verbessern Ihre Figuren nicht. Deshalb bekommen wir jeden Tag Anfragen von neuen Kunden über die Plus-size-Modelle. Somit bieten wir unseren Kunden zum Beispiel die Spitzenkorsettkleider an, die nicht nur sehr schön sind, sondern auch dazu beitragen, dass eine Braut einige Großen weniger aussieht.

8. Was glauben Sie, wie viele Marken in einem Hochzeitsladen präsentiert werden sollen?

Unser Führungsteam verfügt über eine zehnjährige Erfahrung im Management der Hochzeitssalons. Laut unserer Erfahrung wäre es für die Laden sinnvoll mit 5-6 Labels zu arbeiten. Wenn es weniger Lieferanten sind, ist ein Salon nicht flexibel genug. Das wissen wir alle: ein Hersteller kann drei Jahren lang besonders attraktive Kollektionen auf dem Markt bringen und im vierten Jahr etwas völlig falsches herstellen. Außerdem, wenn ein Lieferant oder mehrere Lieferanten Versorgungsausfall haben, ist es wichtig, dass die Auswahl immer noch da ist. Die Strategie Dutzende von Marken im Laden anzubieten, verringert die Möglichkeit der Exklusivitätsrechte. Und, unserer Meinung nach, sind die Exklusivitätsrechte für ein Geschäft wichtig. Die Hersteller brauchen doch bestimmte Umsätze. Deshalb sollten die Ladenbesitzer Ihre Stärke realistisch berechnet - wenn man 100-150 Kleider im Jahr verkauft, sind 5-6 Labels genau das Richtige.